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Deutsches Mobilitätspanel - Bericht 2012: Alltagsmobilität

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Als passionierter Radfahrer möchte man doch auch gern mal wissen, wie das Mobilitätsverhalten der Deutschen denn so ist! Mir geht es jedenfalls so; deshalb habe ich auch als Beispiel das obige Bild aus dem sehr interessanten und tiefgehenden "Bericht 2012: Alltagsmobilität (Herbsterhebung 2011)" des Mobilitätspanels Deutschland herausgestellt. Zu erkennen ist allein an diesem einen Bild, dass sich etwas tut bei der Verkehrsmittelnutzung in Deutschland: der Trend geht weg vom eigenen Auto!

Arne Meier, ADFC Wedel

Hier geht es zum Bericht der Clearingstelle Verkehr

Verkehr kennt keine Grenzen

Schulauer-Tinsdaler_WegEine Ewigkeit scheint der Streit zwischen Wedel und Rissen um die Verkehrsführung zwischen beiden Gebieten schon zu schwelen. Während Wedel mit dem Status Quo der Kfz-Verkehre über Wespenstieg, Tinsdaler Weg und Wedeler Landstraße zufrieden scheint, regt sich seit Jahrzehnten jenseits der Grenze immer wieder Unmut über Siedlungsaktivitäten an der Wedeler Stadtgrenze (z.B. Schwartenseekamp, Business Park auf Mobil-Gelände).

Ein Gesprächsangebot aus Rissen

Wie das Wedel-Schulauer-Tageblatt berichtet, bietet die SPD-Rissen der Wedeler Politik Gespräche an:

Artikel WST: SPD-Rissen offen für Gesprächsangebot

Radverkehr muss Teil des Dialogs sein

Um den Anteil der Kfz-Wege zwischen Rissen und Wedel zu senken, bedarf es eines Ausbaus der Radverkehrsverbindungen. Diese sind zwischen Wedel und Rissen zur Zeit denkbar ungünstig:

  • der Auweidenweg ist ruppig in der Oberfläche und bei Dunkelheit nicht befahrbar
  • der Egenbüttelweg führt mitten durch den Wald und eignet sich nur tagsüber und bei guter Witterung
  • der Elberadweg ist am Kraftwerk unterbrochen und ebenfalls unbeleuchtet
  • der Schulauer Weg in Verlängerung des Tinsdaler Wegs bietet eine Verbindung auf der Fahrbahn
  • die Rissener Straße/Wedeler Landstraße (B431) lässt dem Radfahrer die Wahl zwischen der vielbefahrenen engen Fahrbahn und einem freigegebenen Gehweg
  • der Wespenstieg liegt etwas ab vom Radverkehrsstrom und ist zudem unbeleuchtet
  • die traditionelle Verbindung zwischen der Feldstraße und den Brünschen ist seit Jahren durch ein Drehkreuz versperrt und wäre beleuchtet die ideale Ergänzung zum weiter im Norden liegenden Auweidenweg
Auf diesen Wegen muß sich für Radfahrer etwas zum Positiven tun, damit der Anteil an Radfahrern in Richtung Hamburg dauerhaft erhöht werden kann. Der ADFC Wedel begrüßt das Gesprächsangebot aus Rissen ausdrücklich und wird weiter für die Verbesserung dieser Verbindungen kämpfen.

 

Schafft Hamburg Fakten?

Wedels Angst vor Schließung Wespenstieg

Wedel jammert und trägt doch die Verantwortung für die jetzige Situation an Wespenstieg und Sandmoorweg!
Artikel im Wedel-Schulauer-Tageblatt

Jahrzentelang hat Wedel die Belange der Anwohner auf der anderen Seite der Stadtgrenze ingnoriert und weitere Fakten für mehr Verkehr auf dieser Strecke geschaffen:

1. Ausweisung eines Wohngebietes am jetzigen Schwartenseekamp ohne vernünftige ÖPNV-Anbindung an Wedel.

2. Ausbau des Gnäterkuhlenwegs und Verbesserung der Zufahrt von der Pinneberger Straße (Osterkampsweg), mit dem Ziel Pendler für die Industriestraße und Richtung Hamburg auf diesem Weg umzuleiten!


In Sachen stadtübergreifenden Verkehr gilt in Wedel die Devise: Hauptsache auf unserer Seite passt es. Das ist seit mehr als 20 Jahren klar zu beobachten. Keine Investition in den öffentlichen Nahverkehr, keine Bemühungen zur Verminderung des motorisierten Individualverkehrs und immer frei nach der Devise: Verkehr ja, aber nicht vor meinem Haus!

 

Arne Meier, ADFC Wedel

Info zum ÖPNV in Wedel:
www.adfc-wedel.de/verschiedenes-link-verkehrspolitik/184-taktverdichtung-fuer-buslinie-289-bezahlbar.html

Taktverdichtung für Buslinie 289 bezahlbar

Angaben von SVG und HVV eröffnen neue Möglichkeiten

bus_289Vertreter des HVV und der SVG (Südholstein Verkehrsservicegesellschaft mbH) stellten sich im Wedeler Rathaus den Fragen des Planungsausschusses. Grund des Besuchs war ein Antrag der SPD-Fraktion zur Einführung eines kostengünstigen Stadttarifes für den Busverkehr innerhalb Wedels.

Die Realisierung eines solchen Stadttarifes ist aus verschiedenen tariflichen Gründen innerhalb des HVV-Tarfifgebietes schwer vorstellbar, wie Herr Senkbeil vom HVV ausführlich erklärte.

Weitere Fragen der Ausschussmitglieder betrafen das Projekt Busbeschleunigung, dass den Buslinien 289 und 189 zu besserer Fahrplantreue verhelfen soll. Dieses Projekt wird im Sommer mit Vorrangschaltungen an Ampelanlagen in Wedel umgesetzt sein. Nach der erfolgreichen Umsetzung dieses Projektes wird der Bus 189 zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 auch das Fachmarktzenztrum an der B431 anfahren.

Auf Anfrage des ADFC Wedel nach den Kosten für eine Taktverdichtung der Buslinie 289 auf 10 Minuten zur Hauptverkehrszeit, antwortete Herr Mozer von der SVG: "Es handelt sich hier, grob geschätzt, um etwa €50,000 pro Jahr."

"Das verwundert und erfreut mich gleichermaßen", sagt der Sprecher des ADFC Wedel, Arne Meier und fügte hinzu: "Hatte doch der Bürgermeister in den letzten Jahren geradezu gebetsmühlenhaft wiederholt, dass ein besseres Angebot für den ÖPNV sehr teuer sei."

Der ADFC Wedel fordert daher von der Stadt eine Angleichung des Taktes zwischen der Buslinie 289 und der S-Bahn, d.h. 10 Minutentakt zur Hauptverkehrszeit und 20 Minutentakt zu den Nebenzeiten.

Genug Platz für unsere Einkäufe

Fakt ist: Radverkehr bietet großes Potential für den Einkaufsverkehr

Eine 2009 in Baumärkten und Einkaufszentren in Graz durchgeführte Befragung hat ergeben, dass nur bei 6% von 1.635 überprüften Einkäufen ein Auto notwendig gewesen wäre. 14% hätten ihren Einkauf leicht in einem Radanhänger transportieren können. Die weitaus größte Gruppe an Einkäufen, nämlich 70%, hätte jedoch in einen Fahrradkorb gepasst, und 10% der EinkäuferInnen haben überhaupt nichts gekauft. Ernüchternd war die Tatsache, dass niemand einen Radanhänger benutzte und überhaupt in nur 4% der Fälle ein Rad benützt wurde. Zumindest kamen 19% zu Fuß bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie erwartet, hat jedoch mit 77% das Auto bei weitem dominiert.

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