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Risiko Radweg: Auf der Straße fährt es sich am sichersten

feldstrasse_01Dies ist der Titel eines Beitrags der Lübecker Nachrichten über eine Langzeitstudie von Hauptkommissar Karsten Witt, Leiter der Polizeiwache Bargteheide.

Aus den Lübecker Nachrichten:

„Bad Oldesloe - Erstaunliches Ergebnis einer Langzeitstudie von Hauptkommissar Karsten Witt: Nach Auswertung von Statistiken kam er zu dem Resultat, dass die meisten Radunfälle auf dem Radweg passieren.

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Ergebnisse "Runder Tisch Mühlenstraße"

MühlenstrasseDer Runde Tisch Mühlenstraße, der sich mit dem Radverkehr rund um die Mühlenstraße beschäfigt, hat am 28. Oktober seinen vorläufigen Abschluss gefunden.

Empfehlungen an den Planungsausschuss

Die Arbeitsgruppe, bestehend aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen Wedels (Schulelternvertreter, Behinderten AG, Senioren, Poitik, ADFC, Umweltausschuss), hat mit großer Mehrheit Empfehlungen für die Verbesserung des Radverkehrs rund um die Mühlenstraße erarbeitet. Diese Empfehlungen werden nun dem Planungsausschuss der Stadt Wedel zur Beratung vorgelegt.

Neugestaltung Bahnhofstraße

Region stärken heißt Radverkehr stärken

Um eine lebendige Bahnhofstraße zu erhalten müssen Strukturen geschaffen werden, die es attraktiv machen regional einzukaufen. Bisher hören wir in Wedel leider die immer gleichen reflexhaften Äusserungen, die dem Erhalt des Bestehenden dienen: Autoverkehr bis ins Geschäft, Parkplätze für Kfz im Überfluss, Bau neuer Ladenflächen. Wer die Menschen zum Kauf bei regionalen Händlern ermuntern möchte, muss vorrangig auf die Konsumenten setzen, die ohnehin lokal gebunden sind. Dies sind vor allem drei Zielgruppen:

  • Menschen die auf die Mobilität des Fahrrades setzen
  • Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs
  • Senioren
Querschnitt_Bahnhofstr

ADFC Position zur Umgestaltung der Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße der Zukunft stellen wir uns wie folgt vor:

Der ADFC Wedel bevorzugt eine geänderte Variante A (aus dem „Radverkehrskonzept Wedel vom Nov. 2008“, Abschn. 6.1, S. 59). Die Ausgestaltung und etwaige Abweichungen von Variante A werden im folgenden erläutert:

  1. Barrierefreie Fläche ohne Kantstein, aber mit farblich markierten Rad­fahrstreifen (rot), die sich deutlich vom Fußweg und vom KFZ-Fahrstreifen abheben.
  2. Die Straße wird (wie z.B. die Mönckebergstraße in Hamburg) nur für Busse des ÖPNV und Taxen freigegeben. Die Geschwindigkeit wird auf 20 km/h herabgesetzt, um den Charakter einer Einkaufsstraße hervor­zuheben. Der ADFC fördert besonders den ÖPNV und sieht in einem zukünftigen Stadtbus (auf einem Rundkurs) für Wedel große Potenziale auch für die Beförderung von Kunden in die Bahnhofstraße.
  3. Auf ganzer Länge der Bahnhofstraße entfallen, aufgrund ausrei­chend breiter Radfahrstreifen und Fußwege, die Parkstreifen für PKW.
  4. Die Anzahl der Abstellanlagen für Fahrräder in der Bahnhofstraße wird gegenüber dem jetzigen Stand verdoppelt. Sie werden so ausgeführt, dass sie dem Standard des ADFC (zertifizierte Abstellanlagen) genügen und seitlichen Abstand für Gepäckträgertaschen lassen.
  5. Menschen mit Schwerbehindertenausweis erhalten freie Zufahrt zu speziell gekennzeichneten Parkbuchten.
  6. Für Fußgänger kann bei dieser Ausgangslage die Querung der Bahnhofstraße ohne Lichtsignalanlagen erfolgen. Jedoch sind die speziellen Belange sehbehinderter Mitbürger bei der Anlage von Fußwegen (z.B. Orientierungsstreifen) und Querungen der Bahn­hofstraße zu berücksichtigen.
  7. Um das Parken/Halten von Lieferfahrzeugen auf den Radfahrstrei­fen zu unterbinden, werden wo ausreichend Platz vorhanden Parkbuchten für Lieferfahrzeuge vorgehalten. Eine Einschränkung der Belieferung auf bestimmte Zeiten kann sich in der Praxis als sinnvoll erweisen.
  8. An der Kreuzung Tinsdaler Weg / Bei der Doppeleiche enfällt durch die Anlage eines Minikreisverkehrs (s. ARGUS Radverkehrskon­zept) die Lichtsignalanlage.

Feldstrasse fertig? - nicht ganz!

feldstrasse_03Die Baustelle an der Feldstrasse zwischen Voßhagen und R.-Breitscheid-Str. ist nun abgebaut. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die jetzt durchgängig befahrbaren Schutzstreifen. Über die Korrekturwünsche des ADFC Wedel bzgl. des ersten Bauabschnitts haben wir ja bereits berichtet. Einige unserer Vorschläge sind bereits umgesetzt worden, andere Verbesserungen erweisen sich als ausserordentlich zäh!

 

 

 

feldstrasse_01Erfolgreich umgesetzt:

Im Kreuzungsbereich Feldstr. / Voßhagen / Galgenberg sind auf unsere Anregung hin Aufstellbereiche für Fahrräder vor den Ampeln abmarkiert worden. Hierdurch wird bei roter Ampel das Abbiegen in die kreuzenden Straßen erleichtert und ermöglicht zusätzlich dem Radfahrer ein Warten ohne das Einatmen von Auspuffabgasen. Wenn der Aufstellbereich nun noch rot eingefärbt wäre, wie in anderen Kommunen üblich, hätten wir die hundert Punkte erreicht.

 

 

Feldstr-Industrie

feldstrasse_04

Schlecht umgesetzt:

Der Einmündungsbereich Feldstr. / Industriestr. ist nach wie vor ein echtes Ärgernis. Hier fordern wir weiterhin:

  • Verschwenkung auf den Fußweg unbedingt rückgängig machen
  • Fahrbahn für KFZ auf eine Spur bis zum Mündungsbereich einengen
  • Radfahrer-Schutzstreifen bis zur Einmüdung Industriestraße auf der Fahrbahn heranführen (siehe Zeichnung)
  • Stopp-Balken für Radfahrer um eine Radlänge vor dem Stopp-Balken für KFZ vorziehen, um bessere Sicht auf abbiegende Radfahrer zu gewährleisten

 

 

feldstrasse_02Halbherzig umgesetzt:

Zur Zeit endet der Schutzstreifen für Radfahrer lange vor der Kreuzung mit der R.-Breitscheid-Str.. Ein sicheres und komfortables Abbiegen (wie z.B. in den Voßhagen) zur Barlachschule ist nicht möglich, da der Aufstellbereich vor der Kreuzung fehlt. Die Empfehlungen des Radverkehrskontepts für die Kreuzung Feldstr. / R.-Breitscheid-Str. lauteten:

  • Keine Verschwenkung auf den straßenbegleitenden Radweg in Kreuzungsnähe
  • Abmarkierter Aufstellbereich für Radfahrer vor den Ampeln

Im Sinne der Verkehrssicherheit und der flüssigen Fortbewegung von Radfahrern wird der ADFC Wedel weiter auf diese Änderungen bestehen und sie bei nächster Gelegenheit wieder bei der Stadt vorbringen.

Mehr Informationen zum Umbau der Feldstrasse findet sich hier.

"Call a Bike" punktet bei Planungsausschuss

stadtrad_webGut vorbereitet zeigte sich der Vertreter der DB Rent GmbH, Herr Mahner, auf der 29. Sitzung des Planungsausschusses der Stadt Wedel. In einem kleinen Vortrag erläuterte Herr Mahner das System der DB Rent und pries die Vorteile von "Call a Bike" an. Hinweise auf das, von der gleichen Firma betriebene, StadtRad in Hamburg rundeten den Bericht ab. Hier ein paar Daten und Zahlen zu dem von der Stadt Wedel angefragten Mietradsystem:

 

 

  • 3 Standorte
    • einer mit interaktivem Terminal
    • zwei mit Entleihfunktion nur über Mobilfunk
  • 30 Fahrräder
  • Kosten €1700,- zzgl MWST / Monat
    • inkl. Ersatzteilen, Austauschrädern
    • inkl. aller Kunden- /Abrechnungsdienstleistungen
  • allerdings ohne Personalkosten für die Betreuung (vor Ort), Werkstatt, Lagerräume, Fahrzeug zum Transport

Dies sind alles vorläufige Zahlen, um mal einen Eindruck von den Dimensionen der Kosten des "Call a Bike" Systems zu bekommen.

Der ADFC Wedel kann sich z.B. zunächst 4 Standorte für die Mieträder in der Stadt vorstellen: Bahnhof, Moorweg, Schulauer Hafen, Yachthafen. Der ADFC sieht einen Bedarf von zwei interaktiven Terminals: Besucher aus dem Yachthafen sollten die Möglichkeiten haben, sich über ein solches Terminal zu registrieren.

Weiterhin sollten bei der anstehenden Diskussion über die Umsetzung die Mitbewerber der DB Rent nicht vergessen werden, wie z.B. Nextbike, die sich über Werbung finanzieren. Hier bestünde dann keine Notwendigkeit zur Subvention.

Artikel über das Mietrad im Wedel-Schulauer-Tageblatt

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