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ADFC Hamburg knackt Bettelampeln


Quelle: ADFC Hamburg, hamburg.adfc.de

Fahrrad-Club knackt Bettelampeln – Grün per Knopfdruck

bettelampel01Schon lange sind die sogenannten Bettelampeln in Hamburg ein Ärgernis für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer. Zur Beschleunigung des Autoverkehrs wurden sie im Zuge einer adaptiven Verkehrsnetzsteuerung an einigen Ampelkreuzungen in Hamburg installiert. Bettelampeln zwingen sowohl Fußgänger als auch Radfahrer ihre Grünphase über einen Ampeltaster jedes Mal extra anzufordern. Andernfalls bleibt ihre Ampel rot, wenn der parallele Autoverkehr anfährt.

Jeder kennt das kleine Glücksgefühl, wenn man die Grünphase an einer Ampel noch erwischt hat. Bei Bettelampeln ist das die Ausnahme und man darf hauptsächlich eines, nämlich warten. Kein Wunder, dass sich Fußgänger und Radfahrer hier als Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse fühlen.

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Genug Platz für unsere Einkäufe

Fakt ist: Radverkehr bietet großes Potential für den Einkaufsverkehr

Eine 2009 in Baumärkten und Einkaufszentren in Graz durchgeführte Befragung hat ergeben, dass nur bei 6% von 1.635 überprüften Einkäufen ein Auto notwendig gewesen wäre. 14% hätten ihren Einkauf leicht in einem Radanhänger transportieren können. Die weitaus größte Gruppe an Einkäufen, nämlich 70%, hätte jedoch in einen Fahrradkorb gepasst, und 10% der EinkäuferInnen haben überhaupt nichts gekauft. Ernüchternd war die Tatsache, dass niemand einen Radanhänger benutzte und überhaupt in nur 4% der Fälle ein Rad benützt wurde. Zumindest kamen 19% zu Fuß bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie erwartet, hat jedoch mit 77% das Auto bei weitem dominiert.

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Wer radelt kauft

Fakt ist: Umsätze steigen durch RadfahrerInnnen

Laut Studien kaufen RadfahrerInnen pro Besuch zwar weniger ein, besuchen die Geschäfte aber öfter. In Münster wollte man es ganz genau wissen: Der Umsatz pro Kunde und Monat bei Einkäufen im Supermarkt liegt bei RadfahrerInnen im Durchschnitt um 10 Euro höher als bei AutofahrerInnen.

Eine Befragung unter 1.200 Personen in Bern zeigte, wie sich der Wert der Einkäufe im Jahresdurchschnitt zur beanspruchten Parkfläche verhält. Das Ergebnis spricht für RadfahrerInnen als KundInnen: Mit einer durchschnittlichen Kaufleistung von 7.500 Euro pro Quadratmeter beanspruchter Parkfläche liegen sie vor den AutofahrerInnen, die jährlich durchschnittlich 6.625 Euro ausgeben.

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Wenn Zeit wichtig ist

Fakt ist: Es wurde nicht nur bewiesen, dass Radfahren die schnellste Verkehrsart in der Stadt ist, wenn es sich um Strecken unter 5 km handelt...

... es gibt auch nichts Besseres in Bezug auf Flexibilität. Stellen Sie sich doch vor, Sie können in die Stadt fahren und vor jedem Geschäft anhalten. Kurz zu Ihrem Lieblingskaffeehaus fahren und eine Erfrischung einnehmen und dann zu Ihrem nächsten Termin weiterfahren – alles ohne einen Parkplatz suchen zu müssen oder sich durch Verkehrsstaus zu verspäten oder auf öffentliche Verkehrsmittel zu warten...

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Die ungleichen Mietrad-Systeme

Auf der Sitzung vom Planungsausschuss Wedel am 8. Februar wurde erneut über das Thema Mietrad debattiert. Zwei Systeme konkurieren z.Z um die Gunst der Ratsmitglieder, die DB Rent GmbH und die Stadtwerke Wedel (wir berichteten). Hier nochmal kurz eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Systeme:

System der Stadtwerke:

+     Geringere Kosten für die Stadt Wedel

o     Die Räder können für ältere Bürger Vorteile bringen
o     Die Umweltfreundlichkeit von Rädern mit Akku ist fraglich.
o     Die Räder lassen sich auch ohne Elektrounterstützung fahren, sind aber
wesentlich schwerer als normale Fahrräder.

-      Die Standorte der Stationen sind rein auf Tourismus ausgelegt.
-      Es besteht keine Kompatibilität mit bereits bewährten Systemen, (z. B. in Hamburg).
-      Die Räder müssen an die Ausleih-Station zurückgebracht werden
-      Stadtwerke haben keine Expertise bei dem Thema Mietrad
-      Für junge Menschen unattraktiv

Call a bike System:

+      Bewährtes weit verbreitetes System mit hoher Kompatibilität.
+      Für Alltagsradfahrer und Touristen gleichermaßen attraktiv.
+      Räder können an beliebigen DB Rent Stationen abgegeben werden.
+      Deutlich größere Umweltfreundlichkeit als strombetriebene Räder
+      Die Räder dürften eine größere Zielgruppe ansprechen.

-      Höhere Kosten für die Stadt Wedel

Die Kosten der beiden Systeme für die Stadt Wedel unterscheiden sich auf den ersten Blick erheblich. Die DB Rent GmbH bietet ihr System für ca. € 4000 im Monat an, während die Stadtwerke mit € 2000 deutlich darunter liegen. Es muss realistischerweise davon ausgegeangen werden, dass die Kosten für die Stadtwerke deutlich höher liegen und intern quersubventioniert werden (also auch über Umwege zu Lasten der Satdt Wedel).

Der ADFC Wedel spricht sich eindeutig für das System Call-a-Bike der DB Rent GmbH aus.

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