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ADFC fordert mehr Radparker in Wedel

Aktion Radparker in der Bahnhofstraße

Pressemitteilung vom  22.11.2011

ADFC Infostand und Briefaktion am 26.11. in der Bahnhofstraße

Um der Forderung nach mehr und besseren Radabstellplätzen Nachdruck zu verleihen führt der ADFC Wedel am 26. November zwischen 10 Uhr und und 13 Uhr in der Bahnhofstraße 35 (Höhe Büro Stadtwerke) einen Infostand durch und lädt zum mitmachen per Briefaktion ein.

Auch in Wedel setzt sich die Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel zunehmend durch. Das Angebot an sicheren Verkehrswegen und geeigneten Radabstellplätzen wächst hingegen nur zögerlich. Neue und technisch geeignete Fahrradbügel findet man am Rathaus, am Fähranleger und auf dem Gelände der Volkshochschule. Diese reichen jedoch bei weitem nicht aus.

Großen Handlungsbedarf sieht der ADFC Wedel weiterhin

- im Bereich Bahnhof und Ärztehaus (am Rosengarten)
- in der Bahnhofstraße, besonders an den Arcaden (C&A, Deichmann)
- am Beachclub
- an verschiedenen Schulen sowie an den stärker genutzten Bushaltestellen
- zu temporären Veranstaltungen (z.B. Hafenfest)

Darüber hinaus fordern wir, dass die Gestaltung, Größe und Anzahl von Abstellplätzen für Fahrräder auch bei privaten Bauvorhaben in der Städtischen Satzung geregelt wird. Vorbild ist hier die Stadt Hilden, die mit dieser Maßnahme bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hat.

Wir bitten daher die Bürger in Wedel am 26.11. um ihre Unterstützung in dieser Angelegenheit.

Kraftverkehr geht vor Schulwegsicherung!

Erneut Unfall mit Kind an Kreuzung Breiter Weg / Pinneberger Straße

Für den ADFC Wedel ist es ein lang bekanntes Problem: die Bettelampel über die Pinneberger Straße an der Kreuzung Breiter Weg / Wiedetwiete. Abbiegende KFZ aus dem Breiten Weg müssen leider nicht zwingend am Überweg anhalten, wie es vor dem Umbau der Kreuzung der Fall war. Sie werden lediglich mit einem blinkenden Gelblicht auf querende Fußgänger und Radfahrer (zumeist Kinder) aufmerksam gemacht. An dieser Querung kommt es häufig zu Beinahe-Zusammstössen und nun auch wieder zu einem Unfall!

Schuld wird zuerst beim radfahrenden Kind gesucht!

Auf der Webseite der Stadt Wedel stand zu lesen:

"Radfahrer stürzt bei Kollision mit Auto

[Stadt Wedel] In Wedel ist ein elf Jahre alter Radfahrer am Freitag auf dem Weg zur Schule angefahren und dabei zum Glück nur leicht verletzt worden.

Es war gerade hell geworden. Der Junge fuhr gegen 7.30 Uhr mit seinen Mitschülern vom Breiter Weg kommend bei Grün über die Ampel. In der Furt wurde er von einem vom Breiter Weg in die Pinneberger Straße abbiegenden 87 Jahre alten Golffahrer am Hinterrad erfasst. Der Schüler stürzte und kam wegen Beinschmerzen vorsorglich in ein Krankenhaus. Er trug zum Glück einen Helm.

Gegen den Schüler wird kein Vorwurf eines verkehrswidrigen Verhaltens gemacht. Die Polzei bittet Eltern und Radfahrer auf eine intakte Beleuchtung zu achten. Als Radfahrer kann man sonst leicht von Autofahrern übersehen werden. Ein Helm kann vor schweren Kopfverletzungen schützen. (ots/mi)
"

Die Überschrift "Radfahrer stürzt bei Kollision mit Auto" klingt so harmlos und kehrt die Schuldfrage mal eben um! Dabei wurde der Junge auf seinem Fahrrad, beim überqueren einer grünen Ampel (an einem bekannten Unfallschwerpunkt), von einem Auto umgefahren, PUNKT

Es war an diesem Morgen im übrigen schon sehr hell, der Unfall hatte also gar nichts mit der intakten Beleuchtung eines Fahrrades zu tun. Aber auch hier suggeriert der Verfasser der obigen Zeilen mit den lapidaren Vermutungen eine Mitschuld des radfahrenden Kindes!

Kommen wir zurück zum Unfallverursacher: Kraftfahrzeugführer haben an einer gelb blinkenden Ampel zu halten, bis kein querender Fußgänger oder Radfahrer mehr gefährdet werden kann!

Fazit: Diese Art von Ampel ist insbesondere für den Schulweg keine sichere Querung! Das gilt in diesem Bereich für die oben genannte Ampel genauso, wie für die Ampel an der Kreuzung Autal / Breiter Weg in alle Richtungen. Dem besseren Fluss des Kraftverkehrs wurde die vorhandene sichere Schulweg-Querung an der Pinneberger Straße geopfert! Der ADFC Wedel sieht hier mehr denn je Handlungsbedarf und die Stadt Wedel in der Pflicht, diesen Schulweg besser zu sichern.

Der Kronskamp - eine ideale Fahrradstraße

Die Verkehrssituation im Kronskamp nimmt auch wegen der Baustelle auf der B431 immer groteskere Züge an. Dabei gibt es für die Nutzung des Kronskamps schon längst einen Vorschlag. Das Radverkehrskonzept, welches die Stadt Wedel 2008 in Auftrag gab, hat die Option einer Fahrradstraße für den Kronskamp zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Voßhagen aufgezeigt.

Zitat aus "Verkehrsentwicklung Wedel Radverkehrskonzept" (Büro ARGUS):

" 6.2.4  Ausweisung einer Fahrradstraße im Kronskamp

Die Straße Kronskamp (siehe Abbildung 46) sollte zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Voßhagen als Fahrradstraße gekennzeichnet werden. Hier bietet sich eine Strecke in hervorragender Weise an, einen Vorrang des Radverkehrs einzuräumen und so die Alternative zur B 431 zu stärken. In Fahrradstraßen ist auch das Fahren zu zweit nebeneinander gestattet. Die sinnvolle Freigabe des Kfz-Verkehrs ermöglicht zwar die Nutzung der Straße, bedeutet jedoch auch ein Gebot zur Anpassung an den Radverkehr. Ggf. sind punktuell ergänzend bauliche Maßnahmen zur Reduzierung der Kfz-Geschwindigkeit zu prüfen (vgl. Abbildung 47, 48)."

Radverkehrskonzept_Wedel_nov2008.pdf

Für Anwohner und Gewerbetreibende bedeutet dieses Konzept keinerlei Beschränkung bei der Zufahrt zu ihren Grundstücken. Weder für Lieferverkehr, noch für PKW's der Anwohner und ihrer Gäste!

Auszug aus der StVO:
1. Andere Fahrzeugführer dürfen Fahrradstraßen nicht benutzen, es sei denn, dies ist durch Zusatzzeichen angezeigt.  
2. Alle Fahrzeugführer dürfen nicht schneller als mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h fahren. Radfahrer dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Wenn nötig, muss der Kraftfahrzeugführer die Geschwindigkeit weiter verringern.
Erläuterung
1. Das nebeneinander Fahren mit Fahrrädern ist erlaubt.  
2. Im übrigen gelten die Vorschriften über die Fahrbahnbenutzung und über die Vorfahrt.

Das Radverkehrskonzept 2008 hat seinerzeit viel Anklang bei der Politik gefunden und ist von allen Fraktionen begrüßt worden. Leider konnte sich die Wedeler Politik bisher nicht dazu durchringen, alle dort vorgeschlagenen Maßnahmen in eine Prioritätenliste für den Radverkehr zu übernehmen.

Radfahren in der Baustelle

Baustelle auf B431 auch ein Ärgernis für Radfahrer

Eine Beobachtung von Malte Hübner, Radfahrer aus Wedel

Nicht nur der motorisierte Verkehr leidet unter der Baustelle in der Rissener Straße, Fahrradfahrer haben ebenfalls mit einer Reihe von Einschränkungen zu kämpfen, denn in der Regel werden die Belange des Zweiradverkehrs in der Planung von Baustellen nur unzureichend berücksichtigt.

Momentan ist die Rissener Straße für Kraftfahrzeuge zwischen der Kreuzung Croningstraße bis zur Kreuzung Autal und Rudolph-Breitscheid-Straße nur in Richtung Innenstadt befahrbar. Fahrradfahrer in dieser Fahrtrichtung dürfen ganz regulär die Fahrbahn benutzen. Dank des Tempolimits von 30 Kilometern pro Stunde nehmen Kraftfahrzeugführer die Fahrradfahrer vor ihnen nicht einmal als größere Behinderung wahr.

baustellerissenerstrasse3Strengstens verboten ist hingegen das Fahren in den ohnehin schon engen Fußgängernotweg. Das Radfahren ist innerhalb des Notweges schon allein deswegen verboten, weil es sich dabei um einen reinen Gehweg handelt, so dass die Zusatzzeichen „Radfahrer absteigen“ eigentlich überflüssig wären. Leider kommt es dort täglich wieder zu Konflikten, wenn Fußgängern von Radfahrern einfach beiseite geklingelt werden oder plötzlich einen Fahrradlenker im Rücken spüren.

Von der anderen Seite, also in Fahrtrichtung Hamburg, gibt es für Fahrradfahrer leider überhaupt keine Möglichkeit, die Rissener Straße zu passieren. An dieser Stelle ist das Zusatzzeichen „Radfahrer absteigen“ sogar falsch, denn selbst schiebend darf der Notweg mit einem Fahrrad nicht benutzt werden. Die Straßenverkehrsordnung verlangt, dass Fußgänger mit sperrigen Gegenständen die Fahrbahn benutzen müssen — das ist hier aufgrund der Einbahnstraßenregelung gar nicht möglich.

baustellerissenerstrasse1Eine zusätzliche Überraschung hält die Baustelle für Fahrradfahrer bereit, die auf der Fahrbahn Richtung Innenstadt unterwegs sind: kurz vor Ende des Baustellenbereiches wurde auf der rechten Straßenseite ein benutzungspflichtiger Fuß- und Radweg eingerichtet. Grund für die Überraschung ist die Aufstellung einer Baustellentafel, die leider in den Radweg hineinragt und dortige Fahrradfahrer gefährdet. Um die Situation zu entschärfen, wollte man offenbar den benachbarten Gehweg für Radfahrer freigeben, hat stattdessen aber leider zum falschen Verkehrszeichen gegriffen und mutmaßlich unabsichtlich einen benutzungspflichtigen Radweg eingerichtet. Radfahrer müssen also innerhalb der Baustelle auf der Fahrbahn fahren, anschließend für ein paar Meter auf den Gehweg wechseln, um gleich hinter der nächsten Kreuzung aufgrund der fehlenden Benutzungspflicht und einer weiteren Baustelle wieder die Fahrbahn zu befahren.

Upatde: Das große Baustellenschild ist mittlerweile auf die Fahrbahn gerückt worden. Danke an die zuständigen Stellen. (Anmerkung ADFC Wedel)

baustellerissenerstrasse2Glücklicherweise erfüllt der kurze benutzungspflichtige Abschnitt alle Anforderungen an einen unbenutzbaren Radweg und kann getrost ignoriert werden. Weder gibt es für Fahrradfahrer eine Auffahrmöglichkeit bei den parkenden Fahrzeugen auf den Seitenstreifen, noch ist eine sichere Führung entlang der Gefahrenstelle gewährleistet.

Ladezone statt Fahrrad-Parker

ladezone_caDas Fahrrad-Parken in der Bahnhofstraße ist für den einkaufenden Radfahrer ein Dauerthema. Die jüngste Umfrage des ADFC Wedel hat ein großes Defizit bei der Anzahl der Abstellplätze aufgezeigt.

Besonders negativ fallen immer wieder die WELAU-Arcaden auf und seit seiner Fertigstellung besonders der Abschnitt vor C&A, Deichmann und den Stadtwerken.

Unsere Anfrage beim Bürgermeister zur Wiederherstellung der Stellplätze vor dem neuen Bauabschnitt der WELAU-Arcaden ergab eine hinhaltende Antwort mit Hinweis auf die Neugestaltung der Bahnhofstraße und eine mögliche Ladezone für C&A.

Von einigen Mitgliedern aus dem Planungsausschuss war auch zu hören, dass C&A sich an Fahrrad-Parkern vor ihrem Geschäft stören würde. Dann stören sicher auch die Kunden, die mit dem Fahrrad einkaufen. Machen Sie doch zusammen mit den Fußgängern "nur" zwei Drittel des Umsatzes in der Bahnhofstraße aus, wie auf der Info-Werkstatt zur Bahnhofstraße kürzlich bekannt gegeben wurde.

Am 6. Juni begannen nun die Bauarbeiten zur Herstellung einer Ladezone für C&A; die dringend benötigten Fahrrad-Stellplätze bleiben dabei auf der Strecke.

Noch vor einigen Wochen haben sich Politiker aus dem Planungsausschuss mehrheitlich gegen die Einrichtung einer Ladezone ausgesprochen. Leider ist die Wedeler Politik danach vor dem Druck der WELAU-Arcaden eingeknickt! Bei der Beantwortung der Frage, warum für einen Neubau die Ladezonen nicht gleich mitgeplant werden, kann man getrost den gesunden Menschenverstand walten lassen: Ladezonen im öffentlichen Raum kosten den Investor kein Geld!

Fahrrad-Parker sollen jetzt auf einen Platz verbannt werden, wo sie nicht so verkehrsgünstig liegen: vor den Euro-Shop an der Feldstraße. Bravo Wedel, das war wieder einmal toll!

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