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Radfahren am Mühlenteich wurde neu geregelt

Nachdem die Pflasterung am Mühlenteich vom Umweltausschuß am 04.02.2016 abgelehnt wurde, gibt es für Radler doch noch eine gute Nachricht:

Die Stadt hat auf dem Angebots-Radweg am Mühlenteich das Radfahren wieder in beide Richtungen erlaubt. Es war bereits bis 2014 schon einmal per Zusatzschild erlaubt. Allerdings fiel es mit dem Wegfall der Benutzungspflicht weg. Es gab noch eine zeitlang die Piktogramme auf dem alten Teer-Radweg. Bei der letzten Baumaßnahme in 2015 wurde die Pflasterung erneuert und die Piktogramme sind seitdem auch verschwunden. Der eine oder die andere mußten dies mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 20€ schmerzlich feststellen.

Seit April ist die Beschilderung neu gestaltet:

Das blaue Schild „Fußgänger“ mit einem Zusatzschild „Radfahrer frei“ und zusätzlich noch ein Schild mit zwei schwarzen Pfeilen: Einem je Richtung. Damit dürfen Radfahrer sowohl vom Bahnhof in den Jörg-Balack-Weg, als auch umgekehrt vom Jörg-Balack-Weg zum Bahnhof auf dem Angebots-Radweg fahren. Und zwar ganz offiziell.

Wer mit dem Rad vom Bahnhof zum Roland möchte, kann entweder ab dem Bahnhof auf der Fahrbahn fahren oder er fährt auf dem Angebots-Radweg bis zur Brücke am Mühlenteich, fährt dann links (!) an den Pollern vorbei und wird nach der Rechtskurve auf die Straße geleitet. Allerdings mit einem "Vorfahrt achten"-Piktogramm auf der Straße.

Noch ungeklärt ist, wie die Beschilderung für die Radfahrer auf dem Fußweg „vom Mühlenstein zum Roland“ werden soll. Nach Ansicht der Verkehrsaufsicht, Frau Angela Hans, ist dort grundsätzlich kein Radfahren erlaubt und wegen der Einfahrten auch gefährlich. Sie erkennt jedoch auch, dass viele Eltern nicht begeistert sein werden, wenn die 11-15- jährigen Schüler im Berufsverkehr auf der Fahrbahn der B431 fahren sollen – ohne Schutzstreifen. Ein einseitiger Schutzstreifen, nur bergauf, wäre denkbar, aber im Moment nicht durchsetzbar. Es bleibt also vorläufig ungeklärt, wie die Stadt mit diesem Problem „Radfahren auf dem Fußweg der B431“ umgehen wird. Die einzige vernünftige Alternative für die Schüler, der Jörg-Balack-Weg, bleibt weiterhin bei Schietwetter eine Matsch-Strecke: „Naturnah“ wie es die CDU bezeichnet.

Radfahrer auf die Straße

Der Beig Verlag hat den ADFC Wedel nach seiner Meinung zur Verkehrssicherheit von Radfahrern befragt. Heraus gekommen ist ein Artikel zum Radfahren auf der Straße (genauer gesagt "auf der Fahrbahn"):

http://tip.a-beig.de/beig/2015/02/15/tip/1/art-00119.html

Da bleibt als Gruß an die uneinsichtigen Kfz-Lenker eigentlich nur hinzuzufügen: "Wir fahren in Wedel innerorts auf jeden Fall auf der Fahrbahn - wir verschwinden da auch nicht mehr,  gewöhnen Sie sich einfach daran! Und warum machen wir das? Weil es dort am Sichersten ist und weil die StVO es so gestattet!"

WELAU Arcaden verprellen Radfahrer

Pressemitteilung ADFC Wedel: "WELAU Arcaden verprellen Radfahrer"

welau arcaden

Am Samstag, den 27.09., hat der ADFC Wedel mit einer "geführten Radler-Einkaufstour" auf die schlechte Stellplatz-Situation an den WELAU Arcaden aufmerksam gemacht. Etwa 15 Radfahrer verschiedener Altersgruppen haben sich am Samstag Vormittag zum Einkaufen auf den Parkplatz der WELAU Arcaden aufgemacht. Wie an jedem Samstag waren auch diesmal die, mit sogenannten "Felgenkillern" ausgestatteten, Fahrradparker voll belegt.
Die einkaufenden Radfahrer haben sich deshalb Parkscheine an der Schranke gezogen und zwei PKW-Stellplätze mit ihren Fahrrädern belegt (siehe Bilder).
Arne Meier, Sprecher des ADFC Wedel, meint zu der Aktion: "Autofahrer werden beim Einkauf in den WELAU-Arcaden hofiert; bekommen mehr als ausreichend Parkraum oder z.B. extra Bonuspunkte bei Budni. Fahrräder von Kunden parken dafür schlechter als die Einkaufswagen!"

Der ADFC Wedel möchte mit seiner "geführten Radler-Einkaufstour" auf folgende Punkte aufmerksam machen:

Die Anzahl und die Art der Fahrrad-Parker sind absolut unzureichend: wohlwollend gezählt befinden sich 24 Stellplätze auf dem Parkplatzareal, von denen sich 12 auf einer schiefen Ebene im Einparkbereich der Kfz befinden. Demgegenüber gibt es 330 PKW-Stellplätze. Die Fahrrad-Stellplätze am Haupteingang der WELAU-Arcaden an der Bahnhofstraße befinden sich sämtlich (8 Stück) auf einer sehr schiefen Ebene und eignen sich nicht für mit Einkäufen beladene Fahrräder. Dabei beträgt der Anteil der Kunden, die mit dem Auto in die Bahnhofstraße anreisen nur 34% (Ergebnis einer Analyse des Einkausverhaltens in der Bahnhofstraße, im Zuge der Konzeptwerkstatt "Umgestaltung Bahnhofstraße").

Der zweite Bauabschnitt der WELAU-Arcaden hat die Anzahl der Fahrradstellplätze in der mittleren Bahnhofstraße drastisch reduziert. Die Anlieferung für C&A wurde in diesem Bauabschnitt auf öffentlichen Grund verlagert, auf dem bis dato zahlreiche Stellplätze mit Bügeln vorhanden waren.

Schriftliche Anfragen vom ADFC Wedel an die mehrfach wechselnden Betreiber der WELAU-Arcaden haben in den vergangenen vier Jahren zu keiner Besserung der Situation geführt. Auch der größte Mieter, Edeka Klein, reagierte auf Anfragen des ADFC Wedel lediglich hinhaltend.

Der ADFC Wedel fordert Fahrrad-Parker, die den heutigen Anforderungen an Platz, Diebstahlsicherheit und Komfort genügen. Beispielhafte Radabstellanlagen sowie Normen und Maße finden sich auf der Webseite des ADFC unter http://www.adfc.de/verkehr--recht/radverkehr-gestalten/fahrradparken/adfc-empfohlene-abstellanlagen/adfc-empfohlene-abstellanlagen

ADFC Wedel
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Schleswig-Holstein e.V.

Das Fahrrad - Spielzeug oder Verkehrsmittel?

ADFC Wedel zur Kommunalwahl 2013

Der ADFC Wedel (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) wollte es genau wissen und stellte den im Gemeinderat vertretenen Parteien vor den anstehenden Kommunalwahlen Fragen zur Einschätzung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel in Stadt und Umgebung.

Grundsätzlich stehen CDU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen der Mobilität mittels Fahrrad positiv gegenüber. Die Linke äußerte sich nicht zu den Fragen.

CDU, SPD und Grüne wollen die Nutzung des Rades durch die Wedlerinnen und Wedler erleichtern und verbessern, die FDP stellt dabei deutlich die Finanzierbarkeit in Frage, wobei sie andererseits die Umsetzung der „Nordumfahrung“ fordert. Die Notwendigkeit, zugunsten des Radverkehrs den "motorisierten Individualverkehr" (M.I.V.) einzuschränken, erkennen FDP und Die Grünen. So sollen z.B. Parkplätze Radspuren weichen, auf der Bahnhofstrasse höchstens 20 km/h gefahren werden. Die CDU sieht Einschränkungen des M.I.V. hingegen kritisch.

Während sich Bündnis 90/Die Grünen für die vermehrte Nutzung auch von Straßen durch Radfahrende aussprechen, Schutzstreifen und weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit empfehlen, bauen CDU und FDP mehr auf speziellen Radwegeverbindungen zwischen Innenstadt und Wohngebieten, z.B. auf die Radverkehrsspange zwischen nördlichen Wohngebieten und Zentrum unter Nutzung der „ehemals geplanten Südumgehung“. Eine vergleichsweise teure Radwegemaßnahme, die dem Alltagsradverkehr nur bedingt Vorteile bringt.

CDU und Die Grünen empfehlen ausdrücklich die – neuerliche – Befassung des Gemeinderates mit der im Auftrag der Stadt von der Firma ARGUS erstellten „Radverkehrsplanung Wedel“, die im Jahr 2009 vorgelegt und bislang nur in wenigen Bereichen, z.B. in der Feldstraße, umgesetzt wurde. Der ARGUS-Vorschlag, dessen Erarbeitung sich CDU und FDP auf die Fahne schreiben, enthält eine umfangreiche Prioritätenliste, die bislang weitgehend Absichtserklärung geblieben ist.
Andererseits will die CDU im Jahr 2020 einen Anteil des Radverkehrs am  innerstädtischen Ziel- und Quellverkehr von 25% verwirklicht sehen. Allerdings äußert sich die CDU nicht zu den städtischen Haushaltsmitteln, die für die Verbesserung der Bedingungen für den Radverkehr zum Einsatz kommen sollen.

Der ADFC Wedel ist mit den Antworten auf ihren Fragenkatalog nicht zufrieden. Alle befragten Parteien sitzen seit langen Jahren im Gemeinderat und in seinen Ausschüssen. In Sachen „nicht motorisierter Mobilität“ hat sich in der letzten Wahlperiode kaum etwas bewegt. Darüber täuschen auch die Verweise auf „Leuchtturmprojekte“ wie der geplante Umbau der Bahnhofstrasse mit „shared space, Verkehrsberuhigung und mehr Radverkehr an der entstehenden „Maritimen Meile“, mögliche Nutzung der einst geplanten Trasse der Südumfahrung und andere nicht hinweg, die von CDU und FDP favorisiert werden.

Bürgerinnen und Bürger und auch die Parteien im Gemeinderat  beklagen den ständig zunehmenden Kraftfahrzeugverkehr in und um Wedel, handeln aber nicht mit Entschlossenheit, um Alternativen ebenfalls zu fördern. Es drängt sich der Verdacht auf, dass das Fahrrad noch immer nicht als vollwertiges Verkehrsmittel betrachtet wird, das vor allem in der Stadt und im nahen Umland große Vorteile mit sich bringt.

Der ÖPNV führt in Wedel ein Schattendasein. Nur die HVV-Busse 289 und 389 sind innerstädtische Linien, die übrigen verkehren zwar in Wedel, verbinden die Stadt aber mit anderen Orten. Die CDU pocht auf einen zweiten S-Bahnhof, die FDP auf die „Nordumfahrung“, beides Millionenprojekte, die den großen Durchbruch bringen sollen. Die SPD setzt auf ein „City-Ticket“, das zu vermehrter Nutzung von Bussen führen soll.
Die Grünen fordern ein integriertes Mobilitätsmanagement, um alle Formen der Fortbewegung von Menschen in und zwischen Wohnorten und Arbeitsstätten zu koordinieren und zu optimieren.

Der ADFC Wedel wird „am Ball“ bleiben, nach den Kommunalwahlen auf die Wahlprüfsteine und die damit verbundenen Fragen und Antworten zurückkommen,
um das sozial, ökonomisch und ökologisch bedeutsame Thema der nicht motorisierten Mobilität der Wedler Bürgerinnen und Bürger weiter voran zu bringen.

Wedel wählt

In einer Woche wird in Wedel gewählt. Der ADFC wollte wissen, was die Parteien zum Thema Radverkehr zu sagen haben. In einem Fragenkatalog haben wir auf wichtige Aspekte des Radverkehrs in Wedel Antworten gesucht.

Einige Parteien haben die Fragen Schritt für Schritt beantwortet, andere haben aus ihren Parteiprogrammen zitiert, wieder andere wichen den Fragen aus. Leider hat die Partei "Die Linke" gar nicht geantwortet!

Machen Sie sich selbst ein Bild anhand der Antworten der einzelnen Parteien:

Die Fragen des ADFC Wedel zur Kommunalwahl 2013

Bündnis 90 / Die Grünen

CDU

FDP

SPD

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