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Entschleunigung für Moorrege

Fraktion der Grünen will Tempo 30 im gesamten Ort/Nur B431 und Landesstraße 106 ausgeschlossen
 

Andrea Stange Moorrege Rauf aufs Rad und unter vom Gaspedal: Die Moorreger Grünen wollen ihr Dorf sicherer, umweltfreundlicher und leiser gestalten. Deshalb haben sie einen Antrag gestellt, die innerörtlichen Straßen als Tempo-30-Zone auszuweisen. Ausgenommen werden sollen nur die Bundesstraße (B) 431, die Uetersen mit Wedel verbindet, sowie die Landesstraße 106 von und nach Pinneberg. Die CDU-Fraktion haben Grünen-Fraktionschef Jörg Schneider und sein Team mit ins Boot geholt. Beraten werden soll das Thema während der nächsten Sitzung das Bau- und Umweltausschusses am Mittwoch, 5. Juni.

Die Grünen begründen ihren Antrag mit sechs Punkten. Zum Thema Sicherheit heißt es darin, der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bezeichne Tempo 30 als wirkungsvollste Maßnahme, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Bei niedrigen Geschwindigkeiten sinke das Verletzungsrisiko, vor allem für Fußgänger und Radfahrer. Autofahrer könnten bei niedrigen Geschwindigkeiten den Straßenraum deutlich besser wahrnehmen, brenzliche Situationen besser erkennen und ausgleichen. In Sachen Klimaschutz bedeute Tempo 30 die Schaffung eines Anreizes, vom Auto aufs Rad umzusteigen und Kurzstrecken klimafreundlich und gesundheitsfördernd mit dem Rad zu bewältigen. Dies bedeute auch einen Perspektivwechsel. Wer öfter aufs Fahrrad umsteige, fahre umsichtiger Auto. Da immer mehr Bürger auf E-Bikes umstiegen, werde diesem Wechsel Rechnung getragen. Zudem passe Tempo 30 zu den Leitzielen des Nationalen Radverkehrsplans. „Darin wird von einer zum Radfahren motivierenden Infrastruktur gesprochen, von sicherem Fahren für alle Altersgruppen, von der Eroberung von Stadt und Land durch das Rad.

Natürlich sorgt Tempo 30 auch für weniger Lärm und weniger Feinstaub durch Reifenabrieb. Davon hat sich Schneider selbst überzeugen können. Er wohnt neben der Grundschule und dort gibt es nach vierjährigem Kampf nun Tempo 30. Grünen-Vizefraktionschef Jochen Kuik ist sich sicher, dass die Bevölkerung mitmachen wird: „Die Zeiten ändern sich, die Menschen fahren mehr mit dem Fahrrad.“

 

Mit freundlicher Genehmigung des A. Beig Verlages, 

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